Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 6. Juli 2021

In meinen Hospitationstage........

 

 

In meinen Hospitationstage im „katholische Familienzentrum ----A--------“ konnte ich viele verschiedene Einblicke gewinnen.

Es gibt drei Gruppen. Die Froschgruppe für 3-6 Jährige, die Pinguingruppe

 für 3-6 Jährige und die Erdmännchengruppe für Kinder ab 9 Monate bis 3 Jahren.

Der komplette Kindergarten ist in hellen Farben gestrichen. Die einzelnen Räume sind sehr groß mit großen Fenstern. Die Räume sind mit wenigen Sachen schön und gemütlich gestaltet.

Der Alltag ist unterteilt in viele kleine Bereiche und Rituale die durch den ganzen Tag hindurch begleiten.

Die Bringzeit beginnt um 7.15 und endet um 9.00 Uhr.

Die Eltern bringen ihre Kinder zum Kindergarten. Helfen ihnen beim Ausziehen und begleiten sie noch zur ihrer Gruppe. Sobald die Kinder die Gruppe betreten, begrüßen diese zuerst die Erzieherin, indem sie ihnen die Hand zur Begrüßung geben.

 

Die Frühstückszeit ist von 8-10 Uhr. Das Frühstück findet im Großem Flur statt, welches von allen drei Gruppen gemeinsam genutzt wird.

In dem Flur befindet sich, ein großer Frühstückstisch und 2 große Tische.

12 Kinder können gleichzeitig frühstücken. Am Frühstückstisch liegen Gemüse, Aufschnitt, Brot, Milch und Wasser vorbereitet für die Kinder da. Die Kinder bedienen sich selbstständig. Die Erzieher halten sich im Hintergrund.

Nach dem  frühstücken werden die Zähne geputzt. In dem Waschraum befindet sich für jedes Kind ein Haken an denen die Handtücher der einzelnen Kinder hängen. Jedes Kind besitzt einen eigenen Zahnbecher mit einer Zahnbürste mit denen sie eigenständig mit der Vorhandenden Zahnpasta die Zähne putzen. Danach gehen sie selber in ihre Gruppe zurück.

 

10 Uhr ist Freispielzeit. In dieser Zeit können die Kinder sich mit den Dingen beschäftigen die sie interessieren.

 

Nach der Freispielzeit findet der Morgenkreis statt, wobei ein Morgengrußlied  und Fingerspiele gesungen und gespielt werden. Anschließend begleitet eine Erzieherin, die Kinder nach draußen. Das Außengelände ist sehr groß.

 

Matschraum: Hier in diesem Raum befindet sich ein großer Waschbecken. Auch gibt es kleine Waschbecken für die kleineren Kinder. Matschkittel hängen am Hacken. Bunte Farben stehen bereit. In der Mitte steht ein großer Tisch. Hier in diesem Raum dürfen die Kinder beliebig mit bunten Farben rumexperimentieren. 1 Erzieherin steht den Kindern für Fragen und Hilfe zur Verfügung.

 

Bücherei: Hier befindet, sich eine Couch und eine Kuscheldecke. Jeweils 2 Kinder dürfen in die Bücherei. Die Bücherei steht auch den Eltern der Kinder zur Verfügung. Sie dürfen sich die Bücher ausleihen.

 

Mittelraum: Hier befindet sich ein Klettergerüst aus Plastik. Es ist ein kleiner Turnraum: Jeweils 6 Kinder dürfen hier spielen. Musik darf auch hier gehört werden.

 

  Turnraum: Hier wird jeweils mit der Gruppe  zusammen geturnt.

 Um 11.30 Uhr findet der Schlusskreis statt.

Um 12 Uhr ist Abholzeit

Um 12.30 bis 13 Uhr findet das Mittagessen statt. Es kommt jeden Tag eine Frau in die Einrichtung, die das Essen selber kocht und frisch zubereitet.

Die Kinder essen selbstständig ihr Essen und stellen ihr gebrauchtes Geschirr auf einen Wagen ab.

Nach dem Mittag ,wird im Waschraum die Zähne geputzt.

Im Waschraum befinden sich auch Toiletten in verschiedenen Größen.

Für die U3 Kinder beginnt nun die Schlafenszeit. Sie werden vorher gewickelt und im Schlafraum dürfen sie schlafen.

Die Kinder können sich bei schönem Wetter im Außengelände aufhalten. Meistens jeweils 4 Kinder aus jeder Gruppe. In dieser Zeit werden die Kinder abgeholt. Bis 16.15 ist die Abholzeit. 

In der Gruppe Erdmännchen sind 9 Kinder mit 3 Erzieher.

Mittags wird gemeinsamen mit den Kindern und den Erziehern aus dieser Gruppe gemeinsam gegessen. Nach dem Essen werden die Kinder gewickelt. Es gibt zwei Schlafräume. Jeweils 4 Kinder gehen mit den Erziehern in den Schlafräumen.

In dieser Einrichtung gibt es ein Jahresthema, welches das Jahr hindurch begleitet wird. 1mal in der Woche gibt es eine Interessengruppe für Vorschulkinder. Hierbei wird intensiv mit verschiedenen Themen beschäftigt.

Hierbei wird das selbständige Denken der Kinder geschult.

Im Morgenkreis wird das Jahresthema behandelt. Fingerspiele werden gespielt und die Kinder dürfen erzählen. Im Vormittagskreis wird auch das Jahresthema behandelt und Stuhlkreisspiele werden gespielt.

----------------------------------------------------------------------------------------------------------

 (2)

 In meinem Hospitationstage im St. P... konnte ich auch verschiedene interessante Einblicke gewinnen. Es gibt insgesamt 3 Gruppen. Löwengruppen für 3-6 Jährige. Bärengruppe für 3 bis 6 Jährige. Tigergruppe für U 3 Kinder.

 

Während meiner Hospitationstage befand ich mich ausschließlich in der Tigergruppe.

 

Bringzeit: 7.15-8.00 Uhr

In dieser Zeit befinden sich alle Kinder zusammen in einer Gruppe mit 2 Erziehern. Ab 8 Uhr kommen die Kinder in ihrer eigenen Gruppe.

 

Frühstück: Das Frühstück findet von 8 -10 Uhr in den jeweiligen Gruppen statt, welche von der Gruppe vorbereitet wird.

 

Ab 11 Uhr: Kinder dürfen im Außengelände spielen. Es befindet sich ein kleiner Sandkasten. Das Außengelände ist sehr klein.

 

12 Uhr: Kinder waschen sich und ziehen sich um. Das Mittagessen findet in den jeweiligen Gruppen statt. Danach werden die Zähne geputzt. Die U 3 Kinder  werden gewickelt und dürfen schlafen.

 

Um 12 Uhr ist Abholzeit für manche Kinder. Die übrigen Kinder dürfen draußen oder drinnen spielen bis sie von ihren Eltern abgeholt werden.

 

Die komplette Einrichtung ist sehr klein.

 

Matschraum:  Dieser befindet sich im Nebenraum und ist riesen großer Raum. Außerdem befindet sich hier ein großer Wickeltisch. Der Matschraum wird häufig nur als Wickelraum genutzt.

 

  Bälle Bad/Klettergerüst: Im Nebenraum: Von Gruppen aus sichtbar.

 

Waschraum/Toilette: Hier befinden sich Handtücher für jedes Kind und Toiletten in Verschiedenen Größe.

 

In dieser Gruppe befindet sich eine Leseecke,

Bauecke und Spielecke. Alles ist jedoch sehr klein und eng eingerichtet.

Im Gruppenraum befindet sich ein Regal, auf dem jedes Kind eine eigene durchsichtige Kiste mit seinem Foto drauf stehen haT.

In dieser Kiste können die Kinder ihre Hausschuhe, Wechselklamotten, Kuscheltiere aufbewahren.

  In der Gruppenecke steht ein Tisch mit den einzelnen laminierten Fotos der Kinder, worauf die Kinder auf ihrem Foto ihren Becher absetzen können. Die laminierten Fotos werden als Becheruntersetzter benutzt.

   b.) Ich konnte beobachten, dass der Matschraum in St. ...P....... oft und gerne von den Kinder genutzt wird.

Es macht eine Freude die Kinder zu beobachten wie sie im Matschraum ihre Phantasie freien Lauf lassen und nach Lust und Laune mit bunten Farben rummatschen.

----------------------------------------------------------------------------------------------

   Aufgabe 2.

 

In der Einrichtung von St. ----M-------- haben mir 3 Dinge sehr gut gefallen. Zu einem das Frühstück und Mittagessen.

Ich finde es sehr gut, dass den Kindern ganz viel Platz gegeben wird und das Frühstück wie ein Buffet mit frischem Gemüse und Aufschnitt für alle Kinder sichtbar aufgestellt wird.

Ich finde es auch sehr gut , dass der Frühstücksraum von jeder Gruppe genutzt werden kann und sich die Kinder selbstständig ihr Frühstück fertig machen. Kommunikation während des Frühstücks ist auch erlaubt. Welches das gemeinsame frühstücken lebhafter macht.

Eine Erzieherin steht für die Kinder zur Verfügung, steht jedoch im Hintergrund. Die Kinder sollen selbstständig ihr Essen zubereiten und essen.

Ich finde es auch sehr gut , das das Mittagessen von einer Frau frisch zubereitet wird. Es schmeckt besser und ist sehr gesund.

Zum zweiten finde ich ein Jahresthema sehr gut. Man orientiert sich an das Thema das ganze Jahr hindurch. Jeden Tag werden verschieden kleine Thema passend zum großen Thema besprochen und behandelt. Kinder bekommen dadurch eine Orientierung und ein Thema mit denen sie sich befassen und auseinander setzten können.

Zum dritten finde ich die Bücherei eine sehr gute und gelungene Idee.

Kinder (jeweils 2) dürfen sich hier aufhalten und in den Büchern rumblättern. Ich finde es auch sehr gut, dass die Eltern mit ihren Kindern zusammen die Möglichkeit bekommen, die Bücher ausleihen zu können.

Ich finde auch den Matschraum sehr gut. Hier bekommen die Kinder die Gelegenheit sich mit Farben auseinander zusetzten, zu experimentieren und ihre Phantasie auszuleben zu können.

Kinder entdecken immer wieder was Neues und dafür sollte man ihnen Platz schaffen.

 

         Im St. .P... Kindergarten finde ich das Bälle Bad sehr schön. Hier können sich die Kinder austoben und Spaß haben.

Die Idee mit den Um 12 Uhr ist Abholzeit durchsichtigen Kiste als Fächer für die Kinder finde ich auch sehr gut.

 

Der Matschraum ist hier ganz groß. Schade nur, dass er nur als Wickelraum genutzt wird.

-----------------------------------------------------------------------------

 Aufgabe 3.

 

Ich finde den Punkt mit dem Jahresthema ganz gut. Ein Thema womit man das ganze Jahr hindurch arbeitet. Ergebnisse könnte man den Eltern präsentieren.

 

Ich finde auch das gemeinsame Frühstücken richtig gut. Einmal am Tag wo alle Gruppen zusammen kommen und gemeinsam frühstücken. Ich fände es auch gut wenn man die Kinder bei den Vorbereitungen beim Frühstück mit einbeziehen würde.

 

Im Außengelände Könnte ich mir vorstellen einen kleinen Kräuter bzw. Gemüsegarten anzulegen.

Die Kinder lernen viel. Wie Pflanzen wachsen, wie man sie pflegt, wie sie aussehen, wie sie sich anfühlen, wie sie riechen. Mit allen Sinnen lernen die Kinder.

die pädagogische Bedeutung von Ritualen kurz erläutern.

 

 

Verfassen Sie einen Elternbrief, mit dem Sie die pädagogische Bedeutung von Ritualen kurz erläutern.

 Liebe Eltern,

 in diesem Brief möchte ich Sie über die pädagogische Bedeutung von Ritualen aufklären. Wie Sie bestimmt mitbekommen haben, wird Ihr Kind während seines Kindergartenaufenthalts von einigen Ritualen begleitet. Nun könnte man meinen, Kinder seien für solche geordnete Tagesabläufe und Routinen noch zu jung und sollten nur im unbefangenen Spielen und Lernen gefördert werden. Doch, wie wichtig Rituale und Strukturen im Leben des Kindes sind, soll anhand ihrer positiven Einwirkungen aufgezeigt werden.

Rituale kennzeichnen sich durch ihren wiederkehrenden Charakter und ihrem gleichbleibenden Ablauf, welche Sicherheit und die Möglichkeit der Vorhersehbarkeit erzeugen. So verhelfen sie,  Stress, Angst und Unsicherheit zu reduzieren und unterstützen bei der Bewältigung von kleine und große Krisen.

Für Kinder ist es von großer Bedeutung, dass bestimmte Dinge stets auf gleicher Art und Weise getan werden. Unabhängig davon wie alt das Kind ist, haben Rituale wichtige Funktionen in der Ordnung und Strukturierung des Tages. Das immer Wiederkehrende erzeugt im Kind ein Gefühl von Gewohnheit, Vertrautheit und Sicherheit. Diese Gefühle sind Kindern sehr wichtig (vor allem  Kleinkindern), da sie inmitten der Hektik des Alltags Halt geben. Sie bewirken also, dass das Kind, gesichert durch das Gefühl der Geborgenheit, bereit ist, weitere Schritte zu tun. Ein Beispiel wäre die Verabschiedung von den Eltern. Wie bekannt, fällt es den Kindern schwer, sich von den Eltern zu trennen. Diese Trennung kann dadurch unterstützt werden, dass sich Kind und Mutter/Vater zuerst umarmen, dann an den Händen halten und im weiteren Schritt sich zuwinken bzw. Luftküsse zuwerfen.

Ein Tag im Kindergarten ist gefüllt mit Anforderungen und Informationen, die das Kind irgendwie verarbeiten muss. Es können unvorhersehbare Ereignisse vorfallen, aber es können auch einfach nur neue Aufgaben sein, die dem Kind fremd sind, mit denen es aber konfrontiert wird. Um diese Fülle an Eindrücken und Aufgaben erfolgreich einzuordnen und zu bewältigen und gleichzeitig die Erfahrung einer stabilen Welt zu machen, sind wiederkehrende Rhythmen hilfreich. Denn sie machen Ereignisse vorhersehbar und geben den Kindern die Möglichkeit, sich auf die Rituale einzustellen und Verhaltensformen zu sichern. Wenn die strukturierenden Abläufe vertraut sind und Sicherheit bieten, können sie im Alltag immer mehr selbst aktiv mitwirken und integriert werden. Rituale sind zudem da, dem Kind klarzumachen, dass es einer Gemeinschaft zugehört. Nach dem Motto „So machen wir das!“, werden Rituale von allen Kindern zusammen ausgeübt. So fühlt sich jedes Kind darin bestätigt, dass es einer Gemeinschaft angehört und stärkt damit das Zusammengehörigkeitsgefühl. Zudem helfen Rituale der Herstellung des Gruppenerlebens, welches beispielsweise durch Streitereien gestört wird (Versöhnungsritual).

Auf dieser Weise wird der Identitätsprozess des Kindes gefördert, zu welchem eben auch das Erlernen des Gemeinschaftsgefühls gehört.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Rituale im Kind Empfindungen wie sich-wohl-Fühlen, sich-zugehörig-Fühlen und sich-sicher-Fühlen auslösen, welche die Bildung der Identität fördern.

 

 Reflektieren Sie exemplarisch Erfahrungen mit Ritualen in Ihrer persönlichen Biographie.

Berücksichtigen Sie dabei besonders solche, wo sich Rituale entwickelt und verändert haben.

 

Ein Ritual ist ein Handlungsprozess, welcher nach vorgegebenen Regeln abläuft. Verschiedene Rituale bestimmen unseren Alltag und geben uns eine Struktur, und auch eine Sicherheit in unserem Leben. Durch die Wiederholung der einzelnen Rituale, erschaffen wir uns eine vertraute Umgebung, die uns das Zusammenleben erleichtert. Da sie also Menschen verbinden, stiften sie in der Gemeinschaft ein Gefühl der Solidarität. Rituale können für ein einziges Individuum, eine Gruppe oder für eine Gesellschaft bestehen. Sie verfolgen unterschiedliche Absichten, zu denen unter anderem die Stärkung des religiösen Glaubens, des Wir-Gefühls und die Strukturierung des gesellschaftlichen Lebens gehören. Rituale können uns ein Lebens lang begleiten und sind von Kultur zu Kultur unterschiedlich.

 

Beispielsweise ist es in meiner Kultur ein gängiges Ritual, zur Begrüßung die Hände zu falten oder nach dem Bau eines Hauses, das Haus durch das Überkochen von Milch einzuweihen. Ein ganz wichtiges Ritual bei uns Tamilen ist das Feiern von Pongal, dem Erntedankfest, das am 14. Januar stattfindet und in welchem der Reis und die Sonne als Symbol eine wichtige Rolle spielen. Denn der Reis wird zusammen mit der Milch beim Aufgang der Sonne zum überkochen gebracht. Ein weiteres Ritual ist das Malen von Mandalas vor den Häusern. Dies geschieht vor allem an Festtagen, an welchem die Frauen morgens aufstehen und verschiedene Motive mit bunter Kreide,Mehl, Kokosnussraspeln etc. auf den Boden malen. Je nach Motiv hat das Mandala eine andere Bedeutung. So wird beispielsweise an  christlichen Feiertagen ein christliches Symbol in einem Mandala aufgenommen.

Rückblickend kann ich behaupten, dass Rituale mich in jeder Lebenssituation begleitet haben. Große und kleine Spiel- und Singrunden zu meiner Kindergartenzeit, welche im allgemeinen immer auf dem Hof stattgefunden haben, gehörten auch zu den täglichen Ritualen. Hierbei stand der Spaßfaktor am Lernen und das Miteinander im Vordergrund. Da die Lieder leicht zu erlernen waren, war es einfach diese Rituale trotz unseres jungen Alters zu wiederholen.

Ein jeden Morgen wiederkehrendes Ritual waren die Gymnastikübungen, die in Klassen ausgeübt wurden. Diese Übungen machten Spaß und waren sehr hilfreich, da sie die Sportlichkeit und Gesundheit eines jeden positiv unterstützten. Die sportliche Tätigkeit am Anfang des Tages begleitete die Kinder bis hin zur Abiturzeit.

Das Feiern von Geburtstagen zählte auch zu den schönsten Ritualen, welchen man mit viel Freude entgegensah. Das Geburtstagskind nahm zu diesem Anlass Süßigkeiten mit. Auch diese Handlung wurde in der Schulzeit weiterhin ausgeführt.

Dass Rituale auch trotz des Wechsels vom Kindergarten zur Schule erhalten bleiben ist wichtig, weil sie den Übergang erleichtern, indem sie dem Kind ein Gefühl von Gewohnheit und Vertrautheit vermitteln.

Schon in der Kindergartenzeit war es üblich, an einem Wochentag die Schulkirche zu besuchen. Dieses Ritual begleitete mich in meine Grundschulzeit hinein.

Ein weiteres wichtiges Ritual in der Schulzeit war das morgentliche Zusammenkommen aller Schüler/innen auf dem großen Schulhof. Man sang zusammen die Nationalhymne und sprach  ein kurzes Morgengebet. Es galt Anwesenheitspflicht. Hier kann man erkennen, das den Schülern das Gefühl der Gemeinschaft und Einheit vermittelt wurde.

Ein weiteres schönes Ritual war die tägliche Mittagspause, wo einem die Möglichkeit gestattet wurde, sich mit den Kameraden auszutauschen, Kontakte aufzunehmen und neue Beziehungen zu knüpfen.

 

Vor dem Unterrichtsbeginn gehörte es sich, dass beim Eintritt des Lehrers/der Lehrerin die Schüler zur Begrüßung aufstehen mussten. Damit bekundete man den Respekt vor der Autoritätsperson.

Da ich eine christlich geprägte Schule besucht habe, war es an Karfreitag Pflicht, dass die

 

Lehrer und die Schüler weiße Kleidung trugen. Zudem spielte die Weihnachtszeit eine große Rolle. Dabei veranstaltete jede Klasse ein Programm, welches vor den Eltern aufgeführt wurde. Außerdem gehörte der Besuch des Weihnachtsgottesdienst und das Anzünden von Wunderkerzen und Feuerwerkskörpern dazu.

 

Rituale ließen sich nicht nur in der Schule wiederfinden, sondern auch in meinem Familienleben. Da ich christlich erzogen wurde, begann der Morgen damit, dass wir im Gebetsraum eine Öllampe anzündeten, welche den ganzen Tag über brannte. Zudem wurde vor dem Kreuz Blumen hingelegt und ein kurzes Gebet gesprochen.

In meiner Familie führte die gemeinsame Mahlzeit am Abend dazu, dass alle zusammenkamen. Bei meiner großen Familie mit vielen Geschwistern war es nur abends möglich, sich gemeinsam zu treffen. Hierbei hatte man die Möglichkeit sich auszutauschen. Dies stärkte den Familienzusammenhalt.

Als Gute-Nacht-Ritual sang meine Mutter uns jeden Abend ein Lied vor, welches ein traditionelles Schlaflied war.

 

Üblich war es in meinem Dorf täglich um 17.00 Uhr zum Rosenkranzgebet in die Kirche zu gehen. Auch der Gottesdienst am Sonntag war eine wichtige Tagesordnung für meine Familie, aber auch für alle anderen in meinem Dorf. Ich selber bekam durch den Kirchenbesuch Kraft und Ruhe für die kommende Woche.

Zudem gehörte auch das gemeinsame Feiern von christlichen Festtagen, wie z.B. Weihnachten und Ostern zu den religiösen Ritualen. Vor allem Weihnachten hat schöne Erinnerungen und beinhaltet viele Rituale. Dazu gehört das Aufstellen eines Weihnachtsbaums und eine Krippe. Natürlich durfte das Backen von traditionellem Gebäck nicht fehlen.

Die Geburtstagsfeier fand nicht nur in der Schule statt, sondern auch zu Hause mit der Familie. Zu diesem Anlass kamen meine Verwandte zu Besuch und wir feierten den Tag. Vorbereitend hatte meine Mutter viele tamilische traditionelle Gebäckarten gebacken.

An solchen Festtagen trugen alle traditionelle Kleider, d.h. die Frauen trugen Saris und die Männer weißes Hemd und weiße Sarong.

Familienausflüge, die regelmäßig in den Sommerferien stattfanden, sorgten für Harmonie und stärkten das Wir-Gefühl innerhalb der Familie.

 

Nachdem ich nach Deutschland zugewandert bin und meine Kinder bekommen habe, veränderten sich einige meiner Rituale. Aber andererseits übermittelte ich viele meiner Rituale weiter an meine  Kinder. So war es jeden Abend üblich, dass ich ihnen Abends etwas vorgesungen oder erzählt habe. Auch das Feiern von ihren Geburtstagen gehört dazu. Doch nun hatte sich die Art der Gestaltung der Feier verändert. Beispielsweise war das Geburtstagsessen anders (z.B. schnitt das Kind sein Geburtstagstorte selber an).

Weitere Rituale, die ich mit meinen Kindern ausführte waren z.B. die Spielplatzausflüge jeden Mittag nach dem Mittagessen, der meine Kinder erfreut entgegensahen.

 

Ich habe in meinem Leben festgestellt, dass viele Rituale von Generation zu Generation weitergegeben werden. Jedoch werden diese in einer veränderten Form der Zeit entsprechend weitergegeben.

  

Listen Sie die Rituale auf, die in Ihrer Einrichtung praktiziert werden. Beschreiben Sie die Rituale stichwortartig ( Wann und Wo finden sie statt? Welche Elemente gehören dazu?...)

Stellen Sie Ihre Beobachtungen nach den grundlegenden Ritualtypen sortiert dar ( s. Text WDR)

 

        jedes einzelnen Begrüßung

 

        ab 7.00 Uhr

        wenn die Eltern das Kind mitbringen wird auf das Kind zugegangen und es wird begrüßt

        die Kinder dürfen die Eltern bis zur Tür begleiten und sich dort verabschieden

 

Morgenkreis:

        9.00 Uhr

        im Nebenraum

        Anwesenheitsliste durchgehen

        Frage und Antwort: z.B. die Kinder nach Tag, Monat und Jahr fragen

        Lieder zum Morgengruß: verschiedene Lieder werden gesungen

        Fingerspiele

 

 

Frühstückszeit

        7.00-10.00 Uhr

        im Gruppenraum gibt es extra einen Frühstückstisch der schön gedeckt wird und auf dem Obst, Gemüse, Milch und Wasser bereitliegen

        die Decke, unter dem der Tisch steht, ist symbolisch mit Obst und Gemüse dekoriert

        selber Frühstück mitnehmen: Wert auf gesundes Essen (keine Süßigkeiten) legen

        es können immer bis zu sechs Kinder gleichzeitig frühstücken

        Kleinkinder werden zum Frühstückstisch begleitet

 

 

freies Spielen

        9.00-10.00

        eigenständiges Spielen im Flur, im Gruppenraum: Basteltisch, Maltisch, Puppenecke, Leseecke, Kuschelecke oder Nebenraum: Bauecke, Musik mit Tanzen

        es dürfen nur jeweils drei Kinder in den verschiedenen Ecken spielen, ab und zu erlauben wir auch vier

        an den bastel- und Maltisch dürfen bis zu sechs Kinder

        die Länge der Zeit, die sie in der Ecke verbringen, ist ihnen überlassen

        bei Bruch der Regeln, die für die Ecken gelten, wird das Kind aus der Ecke herausgeholt

        Kinder unter drei dürfen nicht ohne einen Erzieher in den Nebenraum, dürfen sich aber alleine im Gruppenraum bewegen

        mit Kleinkindern werden kleine Spiele gespielt oder Bilderbücher angeschaut

        Aufräumzeit: am Ende der Spielzeit muss jeder seine Sachen wegräumen

 

 

        Wickelzeit

        10.00 Uhr und nach dem Mittagessen werden Kleinkinder gewickelt

 

draußen spielen

        10.30-11.45 Uhr

        auf dem Außengelände

        je nach Wetter müssen sie ihre Regensachen anziehen (Kleinkinder bekommen dabei Hilfe, Schuhe dürfen nur vor der Tür angezogen werden)

        Kinder unter zwei Jahre dürfen nur bestimmte Spielgeräte benutzen

 

Schlusskreis

        ca. 12.00 Uhr

        im Gruppenraum

        Stuhlkreisspiele und Abschlusslied finden statt

 

Abholzeit

        12.15 Uhr werden die Blockkinder abgeholt

 

Mittagessen

         ca. 12.30 Uhr

        im Gruppenraum

        vor dem Mittagessen stellen sich Kinder im Flur in einer Reihe auf und ein älteres Kind lässt immer zwei Kinder in den Waschraum und bestimmt, ob ihre Hände sauber sind (Polizist spielen)

        zwei Kinder decken den Tisch

        zu Mittag essen die Kinder gemeinsam auf viele Tische verteilt

        zuerst wird eine Tischkerze angezündet, währenddessen die Kinder, die jeweils an dem Tisch, sitzen, dazu ein Lied singen ( z.B)

        danach wird zusammen ein Gebet gesprochen, zudem sich die Kinder an den Tischen an den Händen halten

        die Kinder dürfen sich selber Essen auf ihr Teller tun

        Kindern unter drei wird dabei geholfen

        nach dem Essen räumen jeweils zwei Kinder das Besteck und die Gläser weg

        die anderen Kinder stellen sich im Flur auf und müssen unter Aufsicht eines/r Erziehers/in sich die Zähne putzen

 

Tischspiel

        nach dem Mittagessen – 13-45 Uhr

        Spiel an den Tischen

 

Schlafzeit

        nach dem Zähne putzen können sich Kinder im Nebenraum zum Ausruhen hinlegen

        der Raum ist dunkel gehalten und es läuft ein Hörspiel

        Kinder, die schlafen wollen, dürfen in den Schlafraum

 

        im Schlafraum werden für Kinder unter drei Schlaflieder gesungen und Geschichten erzählt

 

Nachmittagsspiele/ Abholzeit

        14.00- 16.00 Uhr

        die Kinder dürfen im Gruppenraum oder draußen spielen bis ihre Eltern sie abholen

 

Besonderheiten

        jeden Montag gibt es um 9.00 Uhr im Turnraum ein Morgengebet mit Gesang für alle Kinder

 

        jeden Freitag werden die Gruppen nach dem Frühstück in drei Untergruppen aufgeteilt und in den Turnraum gebracht, wo sie unterschiedliche sportliche Aktivitäten unternehmen dürfen

 

        an Geburtstagen um 11.00 Uhr  Geburtstagstisch gedeckt und Geburtstagskerzen angezündet

        alle Kinder sitzen um den Tisch herum und das Geburtstagskind darf wählen, wer neben ihn sitzen soll

        das Geburtstagskind bekommt eine gebastelte Krone von einem anderem Kind aufgesetzt

        das Geburtstagskind verteilt kleine Instrumente an die anderen Kinder

        die anderen Kinder stellen sich in einer Reihe und zwei Kinder bauen mit ihren Händen ein Tor, so dass das Geburtstagskind dadurch gehen kann, während die anderen Kinder mit den Instrumenten spielen. Gleichzeitig wird das Geburtstagslied gesungen

        danach wird Kuchen verteilt

        das Geburtstagskind wird samt seinem Stuhl hochgehoben

 

 

 

Durch meine intensive Beobachtungen, konnte ich feststellen, dass sich viele Rituale, die in meiner Einrichtung ausgeübt werden, auch in verschiedene Ritualtypen untergeordnet werden können.

Ich stellte fest das die Kinder durch die Wiederkehr vom vertrautem durch die verläßlichen

Regeln, viel mehr Kraft, Zuversicht und Vertrauen in sich und andere gewinnen.

Ich versuche nun die vielen Rituale, die ich beobachten konnte in die vier grundlegenden Ritualtypen einzuordnen.

 

1.Alltagsrituale

 

Da Kinder sich an eine fest strukturierten Tagesordnung festhalten und diese ihnen als Orientierung dient, ist es wichtig, das die Tagesabläufe feste Zeiten haben und diese sich auch täglich wiederholen. Kinder freuen sich immer wieder auf die Wiederholung der Rituale, welche für sie vorhersehbar und überschaubar sind und ein Gefühl von Sicherheit geben.

 

So ist die Begrüßung sowie das Verabschieden, die gemeinsamen Frühstückszeit und Mittagszeit, die Spielzeit, Schlafzeit und der Schlußkreis ein sich täglich wiederholender Ablauf.

 

2.      Familentradition

 

Zu diesen Punkt gehört das Feiern von Geburtstagen der Kindern und auch der von den Erziehern.

Die Geburtstage werden auch in dem selben Ablauf vorbereitet und gefeiert.

So weiß jedes Kind was zu erwarten ist und was genau gefeiert wird.

Um 11 Uhr wird der Geburtstagstisch gedeckt und mit Kerzen geschmückt.

Das Geburtstagskind bekommt eine Krone von einem anderen Kind  aufgesetzt.

Jedes Kind darf die Krone selber mit den Erziehern zusammen basteln. Das Muster der Krone bleibt immer gleich, jedoch das Motiv und die Gestaltung der Krone darf vom Kind individuell ausgewählt und gestaltet werden.

Das Geburtstagskind  verteilt kleine Musikinstrumente an die anderen Kindern, die sich gegenüber  hinstellen. 2 Kinder die kein Instrumente haben, bilden mit den Händen ein Tor, wodurch das Geburtstagskind zu seinem Geburtstagstisch gehen kann.

Währenddessen werden die Instrumente gespielt und gleichzeitig auch das Geburtstagslied gesungen.

Hiernach wird der mitgebrachte Kuchen ( Bei jedem Kind unterschiedlich wie z.B statt Kuchen Süßigkeiten, Frühstück etc.) ausgeteilt.

Anschließend wird das Kind mit seinem Stuhl zusammen drei mal hochgehoben und das Geburtstagskind darf im Stuhlkreis sein Lieblingsspiel aussuchen.

      Familienurlaub

 

Ein weitere Punkt ist auch der Familienurlaub im Sommer.

Nach jedem Urlaub bekommen die Kinder die Möglichkeit im Stuhlkreis über das erlebte im Urlaub den anderen Kindern zu berichten und wenn Kinder etwas vom Urlaub mitgebracht haben, dürfen sie  diese zeigen, ( z.B Muschel, Karte,...) Die von den Kindern geschickten Urlaubskarten werden an einer Wand aufgehangen.

 

3.      Feiertage

 

Da meine Einrichtung eine christliche Einrichtung ist, wird viel Wert auf die Christlichen Feiertage gelegt, Diese werden schon Wochen voraus vorbereitet.

 

Fastenzeit

 

Während der Fastenzeit bis hin zu Ostern, werden dem Kindern Bilderbücher vom Kreuzweg und dem Leiden Jesu Kind vorgelesen und erklärt.

Der Kreuzweg wird bildlich mit Bausteinen/ Bauklötzen in der Gruppe aufgebaut. Am Ende des Kreuzweges befindet sich eine alte zugedeckte Osterkerze vom Vorjahr.

An Ostern wird an dieser Stelle die neue Osterkerze hingestellt und auch angezündet. ( Als Bedeutung von Tod und Leben)

Nach Ostern (Dienstag) findet ein gemeinsamer Osterfrühstück statt.

 

 Muttertag

 Im Team wird besprochen was für den Muttertag vorbereitet bzw. gebastelt werden soll.

Danach wird in jeder Gruppe gemeinsam mit den Kindern zusammen gebastelt. (z.B. Tonarbeit Kartengestaltung, etc.)

 

 Erntedank

 Eltern bringen mir ihren Kinder Obst und Gemüse mit.

Es findet ein Erntedankgottesdienst statt, welcher zusammen mit den Eltern gefeiert wird.

 

Sankt Martin

 In der Vorbereitungszeit werden Sankt Martins Lieder gesungen, Geschichten vorgelesen.

Im Stuhlkreis wird die Geschichte des Sankt Martin und des armen Mann nachgespielt.

Hierbei wird das miteinander teilen in den Vordergrund gestellt und nochmal intensiv behandelt.

Jede Gruppe bastelt zum Thema passende Laternen, wobei die Kinder mit Eifer und Freude dabei sind. selber etwas zu basteln was hinterher auf der Straße herumgetragen wird.

Am Martinstag backt jede Gruppe mit den Kinder zusammen einen großen Weckmann.

Anschließend wird der Tisch gedeckt und der große Weckmann wird

in kleinen Stücken geteilt und gegessen.

Das Teilen wird in den Mittelpunkt gestellt. Jedes Kind achtet darauf, dass alle Kinder was abbekommen.

Der Martinszug wird am Abend mit allen Kindern und Eltern zusammen gefeiert, und anschließend wird am Feuer die Martins Geschichte von den Erwachsenen vorgespielt.

 

Nikolaus

 

Wie jedes Jahr werden an Nikolaus Geschichten vorgelesen. Nikolauslieder werden mit allen Kindern aus jeder Gruppe zusammen eingeübt .

Am Nikolaus Tag bekommt jedes Kind von den Erziehern ein kleines Geschenk.

Ein großer verkleideter Nikolaus kommt in jede Gruppe und legt einen riesengroßen Sack

mit vielen Spielgeschenken.

 

Weihnachten

 

Ein Fest, welches weltweit gefeiert wird ist Weihnachten. Ein Fest der Liebe.

Auch im Kindergarten ist dieses ein wichtiges Fest.

In der Leseecke befinden sich Bilderbücher zum Thema Weihnachten, welche sich die Kinder in ihrer Freispielzeit anschauen können. Hierbei können sich die Kinder selbstständig die Bilderbücher anschauen.

Adventsgeschichten werden im Stuhlkreis vorgelesen, wobei eine Kerze vom Adventskranz angezündet wird. Kinder hören gespannt und ruhig zu. Mit Fragen ,,Was könnte jetzt denn passieren? “ bringt man die Kinder dazu selber was zu erzählen und fördert die Kreativität.

In jeder Gruppe befinden sich 24 Sterne (Adventskalender) mit 24 Geschenke.

Jedes Kind bekommt einen Stern und ein Geschenk. Wann welches Kind dran ist, wird anhand eines Spieles entschieden.

Es werden auch Plätzchen zusammen mit den Kindern gebacken.

 

 

4. Lebensrituale

 

Zu dem Punkt konnte ich leider nichts beobachten.

 

Kinder die bei uns im Kindergarten waren und jetzt zur Kommunion gehen, bekommen vom Kindergarten aus ein kleines Geschenk.

 

 

Zum Thema Feste gehört auch noch das feiern von Karneval.

Diese wird in unserer Einrichtung auch gefeiert.

Es wird ein Thema ausgewählt, welches mit den Kindern zusammen ausgearbeitet wird.

Zum Thema passend wird am Karnevalstag verkleidet und zusammen mit den Eltern gefeiert. Eltern bringen ihre traditionale Gerichte mit.

 

Bewerten Sie anschließend diese Praxis: Was schätzen Sie? Warum? Wo sehen Sie Veränderungsbedarf? An welcher Stelle wären neue Rituale hilfreich?

 

Wie man in Aufgabe zwei sehen kann, gibt es viele Rituale, die in meinem Kindergarten realisiert werden. Jedes einzelne von ihnen ist wichtig und erfüllt Aufgaben, die für die Entwicklung des Kindes unverzichtbar sind.

Der Tagesbeginn mit dem Morgenkreis ist eine sehr hilfreiche Praxis. Das gemeinschaftliche Beisammensein hat verschiedene Wirkungen auf die Kinder. Es stärkt das Bewusstsein der Zugehörigkeit zur Gruppe und unterstützt die soziale Kompetenz des Einzelnen. Dadurch, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, ihre Erlebnisse anderen zu erzählen, lernen sich die Kindern gegenseitig kennen, so dass die Knüpfung von Beziehung erleichtert wird. Denn durch das Preisgeben seiner Erfahrungen schaffen sich Kindern einen Raum für gegenseitiges Vertrauen. Außerdem lernt das Kind zuzuhören, sich auszudrücken, seine Gefühle zu vermitteln und sich mit seinen Erlebnissen auseinanderzusetzen. Da das Kind sich also als Individuum mit seinen eigenen Erfahrungen erkennt, wird die Bildung der Identität gefördert.

Eine weitere wichtige Funktion des Morgenkreis ist die Bildung des Kindes. Da während dieses Kreises verschiedene Themen aufgegriffen und behandelt werden, lernt das Kind nicht nur die anderen Kinder kennen, sondern erlangt überdies die Möglichkeit, sich fortzubilden.

Ich kann erkennen, dass es den Kindern Spaß macht, den Morgen mit diesem Kreis zu starten und dass sie dadurch Motivation für den ganzen Tag schöpfen.

Auch die eigenständige Verabschiedung von den Eltern ist ein unverzichtbares Ritual. Da den Kindern die Möglichkeit geboten wird, ihre Eltern bis zur Tür zu begleiten und sich auf ihre Art von ihnen zu verabschieden, kann es sich von ihnen loslösen, anstatt von ihnen abrupt losgerissen zu werden. Dabei ist es auch hilfreich, dass die Erzieher zu den ankommenden Kindern hingehen und sie herzlich begrüßen. Dies schafft im Kind ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit, was die Verabschiedung von den Eltern erleichtert.

Auch der tägliche Aufenthalt auf dem Hof ist von großer Wichtigkeit. Schließlich lernen Kinder  sich mit der Natur auseinanderzusetzen. Beispielsweise lernen sie, wie Regen den Umgang mit Sand verändert oder welche neue kleine Tiere auftauchen. Somit wird zum einen die Wahrnehmung für die Natur sensibilisiert und zum anderen werde neue Erfahrungen und Umgangsformen mit anderen Lebewesen gesammelt. Zudem hilft es auch ihren Körper besser kennenzulernen. Z.B. das Anziehen wärmerer Kleider lässt sie erfahren, dass sie sich vor Kälte schützen und damit auf ihre Gesundheit achtgeben müssen oder beim Klettern und Fallen lernen sie ihre Schmerzensgrenze kennen.

Das gemeinsame Spielen hilft ihnen sich unter anderen Kindern zu bewegen. Sie lernen, welche Verhaltensweisen von den anderen akzeptiert werden und welche das gemeinsame Spielen gefährden. Zudem lernen sie miteinander zu teilen, Konflikte zu lösen und ihre eigenen Bedürfnisse dem anderen kundzugeben.

Das Ritual des gemeinsamen Essens lässt die Kinder erkennen, wie wertvoll und schön es ist, etwas in einer Gemeinschaft auszuführen. Durch das Decken des Tisches und das Aufräumen (dazu gehört auch das Aufräumen der Spielecken) lernt das Kind Verantwortung zu übernehmen, für sich aber auch für die anderen.

Auch das Zähneputzen und das Händewaschen mit der dazugehörigen Polizistenarbeit eines älteren Kindes hat eine pädagogische Bedeutung. Das Kind erlangt dadurch ein Bewusstsein dafür, wie wichtig Zähne sind, so dass auf sie Acht gegeben werden muss. Auch im allgemeinen lernt es, dass die Hygiene sehr wichtig ist und das täglich darauf geachtet werden muss. Diese Übungen bieten überdies einen festen Rahmen im Alltag und geben den Tag somit gewisse Eckpfeiler, so dass sich eine Struktur und ein Rhythmus im Leben wiederfinden lässt. Die Wiederholung dieser Tätigkeiten macht es auch leichter sich daran zu erinnern und führt dazu, dass sie als selbstverständlich geachtet werden.

Die Arbeit als Polizist ist eine Möglichkeit Sorge für andere zu tragen. Denn dadurch übernimmt das Kind Verantwortung für die Pflege der anderen Kinder und lernt, was es heißt, sich um etwas zu kümmern und auf etwas aufzupassen, d.h. Eine autoritäre Rolle zu übernehmen.

Wichtig sind auch das Feiern von Festtagen, z.B. Ostern, Sankt Martin, Nikolaus, Weihnachten. Die Vorbereitung dieser Feste geht mit dem Lernen verschiedener Werte und der Übermittlung von Überzeugungen des Glaubens einher. Die Werterfahrung ist für die Entwicklung der sozialen Kompetenzen sehr wichtig. Sie verdeutlichen dem Kind, worauf im Leben geachtet werden muss und was als wertvoll und gut empfunden wird. Dadurch, dass diese Feiertage mit praktischen Handlungen (Bau einer Laterne etc.) gefüllt werden, kann das Kind diese Werte auf eine spielerischen Art und Weise erfahren.

Zu der Wertvermittlung gehört es auch, dass Kinder bei einem Streit lernen, sich zu vertragen, indem sie sich entschuldigen und sich umarmen. Zudem ist es wichtig, dass sie Dankbarkeit zeigen, indem sie explizit „Danke“ oder bei einer erfragten Hilfeleistung „Bitte“ sage. Diese Formulierungen und Handlungen sind wichtig, damit sie gut miteinander umgehen, Hilfe durch andere wertschätzen und anerkennen und das Gefühl der Dankbarkeit entwickeln.

Das Feiern von Geburtstagen (aber auch anderer Feste) ist sehr wichtig, da das Kind lernt, bestimmten Anlässen eine Bedeutung zu geben und dies dadurch zum Ausdruck zu bringt, in dem es der Feier genug Zeit und Raum schenkt. Auch dies hilft dem Kind, Wertschätzung zu erlernen.

Ein Geburtstagskalender, auf dem die Geburtstage der Kinder chronologisch eingeteilt werden, vermitteln dem Kind zudem das Bewusstsein von der Zeit. Es lernt die verschiedenen Jahreszeiten kennen und damit, dass es einen Zyklus gibt.

 

Es gibt also viele Rituale in meinem Kindergarten, die sehr wichtige Funktionen erfüllen.

 

Ein Verbesserungsvorschlag von mir wäre das Anlegen eines kleinen Garten.

Für das erkennen der Eigenschaften einer Jahreszeit, als auch für die Besserung des Umgangs mit der Natur, wäre das Anlegen eines kleinen Gartens eine gute Idee.

Durch die Erfahrung mit den Pflanzen, kann der Kreislauf nachvollgezogen werden. Außerdem stärkt es den verantwortungsvollen Umgang mit der Pflanzenwelt.

Dazu könnte man das Ritual einführen, dass man jeden Tag nachschauen geht, wie sich die Pflanzen entwickeln, was für Gartenarbeit noch zusätzlich  gemacht werden muss etc.

 

Welche Rituale müssen sich im Blick auf Kinder unter Drei verändern? Wo , denken Sie, brauchen Kinder unter Drei noch andere, zusätzliche Rituale?

 

Für Kinder unter drei zählen zu den besonderen Bedürfnissen, dass sie zum einen eine stabile emotionale Bindungsbeziehung zu einer Erzieherin herstellen, dass ihnen eine einfühlsame und liebevolle Pflege zukommt, dass sie eine empathische Anteilnahme und Unterstützung in Belastungssituationen erfahren, dass sie in einer gesicherten Umgebung unterkommen, in der sie die Möglichkeit haben sich frei zu bewegen und das Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit entwickeln.

Diese Bedürfnisse sind wichtig für das Wohlbefinden und die Entwicklung des Kleinkindes und müssen alle bei der Aufstellung von Ritualen beachtet werden.

So wäre es beispielsweise für Kinder unter drei förderlicher, wenn der Morgenkreis speziell für sie anders gestaltet wäre. Es wäre zu begrüßen, wenn der Kreis so gestaltet ist, dass vor allem Fingerspiele und Lernspiele mit Handpuppen im Vordergrund stehen. Es wäre also für sie angenehmer, wenn Kleinkinder eine andere Art des Morgenkreises erfahren könnten, in denen auch

 verschieden Themen behandelt werden können, aber mit mehr visuellen Komponenten. Dadurch wird ihnen die Zusammenkunft morgens verständlicher und spaßiger. Mit Gleichaltrigen, die alle mehr oder weniger die gleichen Fähigkeiten aufweisen, fällt es Kleinkindern eventuell leichter ein Wir-Gefühl aufzubauen und eine Gruppenidentität zu bilden.

Auch wäre es sinnvoll, die Frühstückszeit für Kleinkinder festzulegen, so dass sie zum einen gemeinsam frühstücken können. So wird ihnen der Übergang in den Tag erleichtert, da es verschiedene Handlungen gibt, die zu konkret festgelegten Zeitpunkten stattfinden.

Zudem kann es von Vorteil sein, wenn Kleinkinder getrennt von älteren Kindern den Turnraum besuchen. Da ihre motorische Entwicklung noch in einem frühen Stadium ist, können so gezielter sportliche Aktivitäten ausgeübt werden, die ihre Motorik fördern, dazu gehört z.B. die freie Bewegung zur Musik, durch die ihnen die Erfahrung ihres eigenen Körpers ermöglicht wird.

Um die Motorik der Kinder zu fördern, wäre es auch hilfreich eine Zeit einzuplanen, in der Kleinkinder zusammen am Tisch kleine Dinge basteln und malen. Dazu gehört auch das Lernen des Umgangs mit Schere, Stiften, Kleber etc. Sie lernen neue Fertigkeiten kennen, aber auch den Zweck von bestimmten Gegenständen.

Auch die Übermittlung von Werten kann auf eine zugänglichere und spaßigerer Weise vollzogen werden. Die Einführung von Geschichtserzählungen, die von einer Diashow begleitet werden, helfen der Übermittlung der Botschaft. Beispielsweise kann die Wichtigkeit der Dankbarkeit oder der Hilfeleistung anhand von verschiedenen Geschichten erklärt und mit Bildern verdeutlicht werden. Diese gesehenen Handlungen können dann im Kindergartenalltag aufgenommen werden, dass dem Kind die Bedeutung der Worte, wie „Danke“ oder „Bitte“ verständlich wird und es ihm leichter fällt, sie anzuwenden.

Eine weitere rituelle Handlung könnte der Gang zur Toilette sein. Schließlich sollen sie mit der Zeit lernen, auf die Windeln zu verzichten und auf die Toilette zu gehen. So könnten Kinder ab ca. 2 Jahre begleitet von einem Erzieher täglich zu einer bestimmten Zeit auf die Toilette gehen.

Es ist auch in Betracht zu ziehen, einen Extra-Nebenraum für Kleinkinder zu gestalten, in denen ihnen Freiraum geboten wird, sich flexibel zu bewegen, ohne dass sie Gefahr laufen, sich an gefährlichen Werkzeugen etc. zu vergreifen. So können sie sich mit weniger Verboten und Regeln bewegen.

Da es für Kinder unter drei ganz wichtig ist, dass sie eine Bezugsperson haben, ist es wichtig, dass sie morgens herzlich und mit einer kleinen Umarmung von dem/r Erzieher/in begrüßt werden. Die Aufmerksamkeit, die ihnen jeden Morgen geschenkt wird, gibt ihnen ein Gefühl der Anerkennung und des Geliebt-werden, so dass die Verabschiedung von den Eltern erleichtert wird. Da es manchen Kleinkindern schwer fällt, sich von ihren Eltern zu verabschieden, wäre auch hier eine Einführung eines Rituals nicht von der Hand zu weisen. Beispielsweise kann die Verabschiedung so gestaltet werden, dass Eltern und Kind sich zuerst umarmen, dann die Hand geben, dann nur Tschüss sagen und am Ende sich zuwinken. Diese langsame Lösung erleichtert dem Kind den Übergang zu einer neuen Umgebung und damit zu neuen Situationen.

Vor allem für Kleinkinder ist die Festsetzung von Zeitpunkten, in denen bestimmte Rituale vollzogen werden, wichtig. So wird ihnen in verunsichernden Situationen sichere Anhaltspunkte geboten, die ihnen Kraft geben, sich wieder an neue Situationen heranzutrauen und neue Erfahrungen zu machen.

 

 

In meinen Hospitationstage........

    In meinen Hospitationstage im „katholische Familienzentrum ----A--------“ konnte ich viele verschiedene Einblicke gewinnen. Es gibt ...